KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon jscjscjsc am Do 10. Sep 2009, 11:55

Wertes Forum,
wir haben vor einem Jahr einen Neubau der Fa. Hansehaus bezogen: Holzständer Bauweise, KfW40, mit Erdwäremheizung (Sonden) und Abluft Wärmepumpe, 190 m² beheizte Wohnfäche. Die folgenden Komponenten kommen zum Einsatz::
Abluft Wärmetauscher FLM 30 und Erdwäreme Heizung Fighter 1140 ttp://www.nibeonline.com/pdf/436053-13.pdf
Nun haben wir nach einem Jahr einen Stromverbrauch von 9.000 kWh. Dies erscheint mir unglaublich viel, wenn wir bedenkt, dass wir wirklich nur energiesparende Geräte verwenden, alle Standbys vermeiden und im Winter ständig den Kaminofen geheizt haben.

Wer hat ähnlihce Erfahrungen gemacht? Wer kann zur Klärung beitragen?
Vielen Dank für Feedback!
jscjscjsc
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon manfred am Fr 11. Sep 2009, 14:41

Finde ich für Heizen mit Strom noch ganz passabel. Mit wie viel Menschen wohnen Sie denn dort? Haben Sie mal Ihren Häuslesbauer gefragt? Gruß, Manfred
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon jscjscjsc am Fr 11. Sep 2009, 14:47

Wir leben in dem Haus mir 2 Erwachsenen und zwei kleinen Kindern (6 und 8 Jahre).
Aber wir heizen ja gar nicht vorrangig mit Strom, wir heizen mie Erdwärme!
jscjscjsc
 
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon EnBauSa Silke Thole am Mi 16. Sep 2009, 09:55

Hallo jscjscjsc.

Mit Erdwärme allein kann man ein Haus nicht heizen, die Temperatur reicht nicht aus. Die Erdwärme dient lediglich als Niedertemperaturquelle für eine Sole-/Wasser-Wärmepumpe. Diese verwendet Strom, um die niedrigen Temperaturen aus der Erde soweit anzuheben, dass man damit beispielsweise eine Fußbodenheizung betreiben kann. Wärmepumpen-Kritiker bezeichnen das System daher auch gerne als Strom-Heizung. Das Produkt Nibe Fighter ist eine solche Sole/Wasser-Wärmepumpe.

Wärmepumpen sind nicht unumstritten. Sie finden auf http://www.enbausa.de zahlreiche Informationen zum Thema Wärmepumpe. So zum Beispiel unter allgemeine Infos unter http://www.enbausa.de/heizung-warmwasse ... umpen.html. Oder geben Sie einfach das Stichwort Wärmepumpe in der Suche ein.

Gruß, Silke Thole
EnBauSa Silke Thole
 
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon Energieberater_Salem am Mi 4. Nov 2009, 18:11

Hallo,

Sie können Ihren Energieverbrauch leicht selbst Überprüfen.

Ein KfW 40 Haus bedeutet nichts anderes als das es keinen grösseren Primärenergiebedar als 40 KWh Strom pro m² beheizter Wohnfläche und Jahr benötigen darf, also zum Heizen. Wenn Sie nun Ihr Haus rechnen, kommen Sie auf 47,37 KWh/m² und Jahr ( 9000KWh : 190m² ). Also liegen Sie ca 7,37 KWh über dem Wert. Das bedeutet 1400 KWh. Sie müssen aber zur Ermittlung die anderen Stromverbraucher wie Lampen, Waschmaschine, Computer, etc... in Ihrem Haus abziehen.

MfG


Marc Ziegler
geeprüfter Gebäudeenergieberater (HWK), zertifizierter Schimmelsanierer (LGA BW), Stuckateurmeister
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon parcus am Sa 23. Jan 2010, 14:11

Hallo,

nach dem Primärenergiebedarf kann man gar keine Aussage treffen, da hier die Heizlast nach EN 12831 entscheidend ist.

Kontraproduktiv zur Wärmerückgewinnung ist hier "und im Winter ständig den Kaminofen geheizt haben".
Nicht umsonst ein Nogo für ein Passivhaus.

Tatsächlich könnte man aber nur eine Aussage treffen, wenn der Verbrauch der sonstigen elektrischen Geräte zu differenzieren wäre.
Das Lüftungsverhalten, ist natürlich zudem wie ein Spiel mit dem Gaspedal beim Auto.
Ich gehe mal davon aus, dass keine Klimatisierung genutzt wird.

Ihnen wird sehr wahrscheinlich nicht andres übrig bleiben, als den tatsächlichen Verbrauch zu messen um dann ggf. an den "Stellschrauben" zu drehen.

lg parcus
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon ecocasa am Sa 6. Mär 2010, 19:53

Hallo,
die 9.000 kwh/a in den Raum geworfen ohne jede Differenzierung helfen nicht wirklich weiter.
Wenn das der gesamte Stromverbrauch ist im Haus dann kann man davon ausgehen, das bei normalem aber durchaus energiebewusstem Umgang mit dem Haushaltsstrom bei einer Familie durchaus über 4.000 bis 5.000 kwh/a herauskommen. Da bleibt dann noch der gleiche Bereich für die Wärmepumpe übrig, was ich bei einem KfW-40 Haus als etwas viel empfände, aber dazu müsste man wirklich ins Detail gehen - gern wird auch mit dem KfW-Berechnungsmodus herumgetrickst, teilweise sehe ich Häuser von denen ich niemals ausgehen würde, daß die den KfW-Standard haben können und trotzdem steht's drauf :roll: .....
aber wie auch immer, der Bereich ist nicht aus der Welt, irgendwas mit 3.000 kwh/a für die WP wäre schon optimal, aber dann kommen mit Haushaltsstrom zusammen immer noch 7.000 raus .....
Wenn man sich mal etwas in die Passivhausliteratur einliest ist das auch ein Wert, der als realistisch für den Gesamtsromverbrauch eines Passivhauses genannt wird....
das wären dann für alle Energie im Haus um die 100 € im Monat ....und auch Ihre Zahl ergibt weniger als 140 €, nicht für Heizung, für Alles!

Haben Sie eine getrennte Messung / Wärmepumpentarif für die Heizung?

....ach ja, den Einwand mit dem "no go" für den Kaminofen in einem der vorherigen Beiträge habe ich nicht verstanden. Die Wärmerückgewinnung holt Wärme zurück die im Haus entstanden ist, also auch die ins Haus abgegebene Ofenwärme - das kann nicht negativ sein!
Gruß
Arno Kuschow
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon valerina am Mo 19. Apr 2010, 16:04

Es ist doch bei einem Neubau noch nicht auf den KWh genau absehbar wie viel pro Jahr verbraucht wird oder? Das kann man doch erst nachdem das Haus fertig ist und ein Jahr drinnen gewohnt wurde.
Natürlich kann man auch Nullenergiehäuser bauen, aber dass ist dann wieder ein anderer Ansatz.
Bitte korrigiert mich wenn ich mich täusche.
Lg,
Valerina
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Re: KfW40 Neubau mit 9.000 kWh p.a.?

Beitragvon ecocasa am Di 20. Apr 2010, 12:46

Hallo Valerina,
leider kann man nicht ausrechnen, wie viel man wirklich brauchen wird - einfach weil jeder Nutzer verschieden mit dem Haus umgeht und darüber leicht mehr als 50% Verbrauchsunterschied bei gleichen Häusern herauskommen kann!
Aber es gibt über den EnEv-Nachweis eine Berechnungsgrundlage, Häuser zumindest miteinander zu vergleichen, wobei man da nicht nur auf den schlußendlichen Primärenergiebedarf schauen sollte sondern ganz bewusst auf den tatsächlichen Endenergiebedarf, damit man sich nicht durch politisch und lobbyistisch gewollte Schieflagen täuschen lässt wie es zum Beispiel mit Pellets gemacht wird: der Primärenergiebedarf ist über den Faktor 0,2 für die Pellets fünf mal besser als wenn man mit konventionellen Brennstoffen heizen würde ..... aber bezahlen muß man beim Einkauf die Endenergie und nicht nur das Fünftel !

ach ja, die Verwechselung zwischen Endenergie und Primärenergie ist auch dem Herrn Ziegler ein paar Beiträge vorher unterlaufen! Schließlich hat Strom einen primärenergetischen "Straffaktor" der über die gute Leistungszahl einer Wärmepumpe zwar mehr als ausgeglichen wird, aber das heißt auf jeden Fall, daß ich nicht den Stromverbrauch (Endenergie) einfach mit der errechneten Primärenergie vergleichen kann! Und auch wenn man das korrekt umrechnen würde kommt nicht der tatsächliche reale Verbrauch heraus sondern in aller Regel ein idealisierter Wert, der nicht erreicht wird bei normaler Nutzung - ebenso wie man den "gleichmäßig 90 km/h-Wert" des Verbrauchs eines Autos nicht auf der Straße erzielen wird.

Gruß
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