Hallo,
ein ähnliches Thema habe ich im Forum bereits gefunden - dennoch hier mein "Fall". Wir haben im vergangenen Jahr ein Haus Baujahr 1960 saniert - zu einem KfW 55 Effizienzhaus. Wir haben uns von der Firma IES Intelligente Energiesysteme eine Abluft/Zuluft-Wärmepumpe installieren lassen. In den Verkaufsgesprächen hieß es immer: 90% der benötigten Heizenergie wird über diese Wärmepumpe erzeugt. Bei sehr kalten Temperaturen muss mit der Elektrofußbodenheizung zugeheizt werden.
Nun wohnen wir seit November in unserem Haus und haben den Eindruck dass das System nicht so funktioniert wie es sollte. Die FuBo-Heizung läuft ständig und wir haben sehr hohe Stromverbräuche. Wir haben dann im Dezember einen separaten Stromzähler installieren lassen, der nur die Verbräuche für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung zählt. Ergebnis im ersten "Messmonat": ca. 1800kWh Stromverbrauch.
Nun kommen seitens der Installationsfirma verschiedene Argumente: Das Haus muss sich erst "hochfahren", man muss das System erstmal 'ne Weile beobachten und dann nochmal richtig einstellen, unsere internen Wärmegewinne reichen nicht aus, ... Wir sollen erstmal ein Jahr abwarten. Im Mittel werden die Verbräuche dann besser aussehen und wenn die Anlagentechnik dann noch optimiert wird werden die Verbräuche weiter sinken.
Tja, nun ist guter Rat teuer. Kann es tatsächlich sein, dass man zum Anfang einen so hohen Verbrauch hat und sich das dann erst mit der Zeit und Erfahrung und somit besseren Einstellungen verbessert? Oder liegt hier doch ein Fehler im System vor? Wie sollen wir uns verhalten?
Infos zur Firma gibt's unter http://www.tempries.de. Die installierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist eine Nilan VPL 15 (die angeblich 90% der Heizenergie bereitstellen soll). Die Warmwasseraufbereitung erfolgt mit der Tempries Aqua, das eine Nilan VT 152 ist.
Soviel für den Anfang, es werden sicherlich noch Fragen kommen....
