von EnBauSa Silke Thole am Fr 17. Jul 2009, 08:25
Hallo SE.
Wir haben uns in unserem Expertennetzwerk umgehört und um Stellungnahmen zu dem Thema gebeten. Hier nun die von Hans Haußmann, Produktmanager Fassade bei der Sto AG, Stühlingen:
"Hick hack an der Fassade
Tiere üben auf die unterschiedlichsten Objekte Einfluss aus, so auch der Specht, wenn er mit seinem Schnabel Löcher in wärmegedämmte Fassaden klopft. Ein ähnliches Verhalten findet sich auch bei Mardern, welche Bremsschläuche von Autos zerfressen. Seit Jahren gibt es vereinzelte Klagen über Schäden in Wärmedämm-Verbundsystemen, die durch Spechte verursacht werden. Doch die Schadensquote, so die Erfahrungen des Fachverbandes für Wärmedämm-Verbundsysteme, ist erfreulicherweise sehr gering.
Als auslösender Faktor für diese Schäden wird vermutet, dass der Klangkörper des Wärmedämm-Verbundsystems den Specht dahingehend anspricht, sein Revier abzugrenzen. Erfahrungen zeigen jedoch auch, dass Spechtschäden meist mitten in einer Großstadt auftreten. Fassaden, die an Waldgebiete grenzen, werden nicht beschädigt. Diese Tatsache zeigt, dass es nicht nur der Klangkörper sein kann, sondern dass es auch immer auf das einzelne Tier ankommt.
Es gibt kein Patentrezept gegen Spechtschäden, denn das Verhalten der einzelnen Tiere ist zu komplex. Auch Tier- oder Greifvögelattrappen bieten keinen sicheren Schutz. Nach heutigem Kenntnisstand kann lediglich empfohlen werden, die aufgetretenen Löcher wieder zu verschließen."
Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen wie SE gemacht hat und Tipps zur Verhinderung von Spechtschäden geben kann?
Grüße, Silke Thole